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Pressemitteilung

Stolpersteine als sichtbare Erinnerungskultur endlich auch nach Rosenheim

Am Mittwoch, den 23.02.2022, soll im Rosenheimer Stadtrat eine Entscheidung darüber fallen, ob künftig zur Erinnerung an die Opfer der NS-Diktatur Stolpersteine auf öffentlichem Grund verlegt werden dürfen. Ates Gürpinar, Bundestagsabgeordneter der LINKEN für den Wahlkreis Rosenheim, erklärt dazu:

„Schon über 70 andere bayerische Kommunen verlegen Stolpersteine, darunter Würzburg, Regensburg und Nürnberg. Ich würde es daher sehr begrüßen, wenn sich Rosenheim ebenfalls dafür entscheidet. Es wird endlich Zeit, dass an diese Menschen auch in Rosenheim sichtbar erinnert wird. Auch hier wurden Jüdinnen und Juden und andere von den Nazis Verfolgte deportiert und ermordet. Stolpersteine sind ein wichtiges Zeichen für die Erinnerung, dafür, dass nicht vergessen werden darf. Bereits Im Jahr 2015 haben verschiedene Stadtratsfraktionen eine Anhörung für einen Antrag zur Erinnerung durch Stolpersteine gestellt. Leider gab es bis heute keinen endgültigen Beschluss. Deshalb hat die „Initiative für Erinnerungskultur“ inzwischen die ersten sieben Erinnerungsmale an Opfer des NS-Regimes auf Privatgrund verlegt. Die Stadt Rosenheim hat sich an der Aktion leider nicht beteiligt.

Vor allem die CSU-Stadtratsfraktion versucht immer wieder, den Beschluss zur Verlegung von Stolpersteinen zu verzögern. Besonders perfide finde ich den erneut geäußerten, aber längst widerlegten Vorwurf, der Künstler Gunter Demnig verfolge mit der Verlegung der Stolpersteine wirtschaftliche Interessen an dieser Erinnerungskultur. Statt konkrete Alternativen anzubieten, halten sich die Aussagen der CSU-Stadtratsfraktion für ein geeignetes Denkmal vage. Deshalb plädiere ich für die Verlegung der Stolpersteine."