eRezept und die noch weithin unerforschte Krankheit ME/CFS im Petitionsausschuss

Parlament

Am Montag durfte ich zum ersten Mal beim Petitionsausschuss dabei sein: MdB Sören Pellmann und Ina Latendorf unterstützten mich dabei. Gleich zwei gesundheitspolitische Themen waren aufgesetzt:

Zunächst beklagte der an ME/CFS erkrankte Petent Daniel Loy, dass es für diese Krankheit weder Behandlungsansätze noch Versorgungsstrukturen gebe. Es war unglaublich wichtig, dass Herr Loy von seinen Erfahrungen berichte: Die Krankheit ist weithin unbekannt, obwohl sehr viele Menschen - meist unerkannt - darunter leiden.

Die von der Koalition beschlossenen Forschungsgelder sind viel zu gering. 250.000 Erkrankte können leider auf keine schnelle Hilfe hoffen. Ich habe die Bundesregierung gefragt, ob es wenigstens Diskussionen gibt, die Betroffenen künftig im Rahmen der Sozialsysteme besser zu unterstützen.

Danach konnte ich zur Petition der stellvertretenden Vorsitzenden der KVB - Kassenärztliche Vereinigung Bayerns, Dr. Petra Reis-Berkowicz, Fragen an Frau Sabine Dittmar, MdB (SPD), Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit, zur Einführung des eRezeptes stellen.

Mich sorgen dabei zum einen die gravierenden technischen Probleme. Die Ausstellung der Rezepte funktioniert bisher nur in einem Prozent der Fälle problemlos. Zum anderen fürchte ich auch eine zunehmende Konzentration bei den Apotheken und die damit einhergehende Gefährdung der Versorgung in der Fläche.

Die Petition und die vielen Klagen aus den Arztpraxen sind wohl bis zu Minister Karl Lauterbach durchgedrungen, denn die Einführung des eRezeptes wurde vom Gesundheitsministerium auf unbestimmte Zeit verschoben.